Füllt
die Krüge! Sie wirkt!Der Internet-KRUG.
Eine Initiative der Schönstattbewegung
Österreich.
Diese Initiative wurde von der österreichischen Schönstattjugend anläßlich des 25-jährigen Jubiläums des Schönstatt Heiligtums am Kahlenberg gestartet.
"Aus nix wird nix". Gott will wenigstens kleine Beiträge von uns Menschen, um daraus Großes zu machen - wie bei der Hochzeit zu Kana: Nicht aus "nix" wird Wein, sondern aus dem Wasser, das die Diener mühsam heranschaffen.
In Kana in Galiläa fand eine Hochzeit statt und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr! [...] Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. (Joh 2,1-9)
Mein persönlicher Alltag ein Suchen
Ich suche mich; ich versuche, mein Wesen, mein Sein zu verstehen
doch ständig werde ich auf dem Weg zu mir selbst abgelenkt. Ich mache
(schon wieder) etwas falsch, ich bringe nichts weiter, ich fühle mich
hilflos und wenig wert. P. Kentenich drückt das so aus: Der,
der ich bin, grüßt traurig den, der ich sein sollte.
Maria sieht, was uns fehlt
Viele Menschen haben die Erfahrung gemacht: Die Muttergottes hat die
besseren Augen! Sie sieht, was uns fehlt - oft besser als wir. Wie
bei der Hochzeit von Kana: Maria hat als erste gesehen, was den Menschen
fehlt: Sie haben keinen Wein mehr! Sie kümmert sich um
Wein sie sieht die menschlichen Sorgen. Und sie handelt, als Erste,
am schnellsten und am effektivsten: Was er euch sagt, das tut!
Und Jesus fordert den menschlichen Beitrag für das spätere Wunder
ein: Füllt die Krüge mit Wasser!
Der Krug eine Station auf dem Weg zu mir
Aber in meinen Hinterkopf rumort es, eigentlich sollte ich ja für meinen
Nächsten da sein, ich komme aber mit mir selbst nicht zurecht
bin ich egoistisch?
Abladen! Einfach abladen! Alles auf einen Zettel geschrieben oder am Computer
eingetippt - und ab in den Krug! Die Muttergottes weiß am besten,
was ich brauche. Darum schenke ich ihr alle Bruchstücke, den ganzen
Trümmerhaufen ab in den Krug!
Sie lässt nicht locker: Du, schenkst du mir das, was dich so
belastet für jemand anderen, dem es schlechter geht als dir?
Wie könnte man dieses Anliegen ablehnen? Sie schafft es, mir meinen
Kummer, mein Versagen zu entlocken, indem sie mir verspricht, etwas Großes
daraus zu machen. Durch meinen Beitrag darf ich an etwas Großem mitarbeiten!
Echt sein!
Wenn wir es schaffen, unsere Schwächen, unsere Ängste, unsere
Wehleidigkeit in den Krug abzuladen; wenn wir immer wieder entrümpeln
können, dann werden wir Menschen, so wie die Zeit sie braucht: echt
und authentisch!
Herschenken macht Sinn! Auch kleine Beiträge verschmelzen zu einem
großen Ganzen. Und der Krug weist uns auf die Fähigkeit der Gottesmutter
hin, aus unseren Bruchstücken etwas Großes zu machen, weil sie
alles zu Christus bringt und freudig oder traurig sagt: Schau, was
ich habe mach aus den Bruchstücken etwas Ganzes und Großes!
Praktisch ...
Viele Menschen haben einen Krug bei sich zuhause stehen.
Andere fahren
gern ins Schönstatt-Kapellchen
am Kahlenberg, wo ein großer Krug steht mit der Aufschrift:
Sie haben keinen Wein mehr. Dort werden auch am 18. jedes
Monats die gesammelten Beiträge in einer Feier verbrannt.
Im Internet ist der Krug präsent unter http://krug.schoenstatt.at. Dort hat man online die Möglichkeit, der Gottesmutter Beiträge zu schenken
und so sich und die Welt zu verändern.
(nach: Familie als Berufung, Ausgabe 2008-01)